Lage und Historie PDF Drucken E-Mail

I_12_1_smaDas Ev. Altenzentrum Bruchsal in der Huttenstraße
wurde auf dem „Klosterberg“ erbaut, auf dem früher
das Versorgungsheim / städtische Altenheim der
Stadt Bruchsal stand. Zu Ende des 13. Jahrhunderts
hatte das Kloster Herrenalb einen am Südrand des Steinbergs (im Angel) gelegenen Hof zu Bruchsal
erworben. Der fortan unter der Bezeichnung
"Herrenalber Hof" geführte Besitz bestand aus einem Wohn-u. Ökonomiegebäude, sowie einer Kelter und einer Kreuzkapelle samt einem I_12_2_smaWeingarten. Dank der außerhalb der Stadt Bruchsal gelegenen Lage überstand dieser Hof die Wirren des 30-jährigen Krieges.

Im Jahre 1669 wählten die Kapuziner zum Bau eines Klosters genau dieses Gelände in der heutigen Huttenstraße. Anstelle der Kreuzkapelle entstand hier eine Klosterkirche, zu der ein Konventgebäude gehörte. Das Kloster wurde aber schon 1690 durch französische Soldaten, aus Philippsburg kommend, zerstört. Der Wiederaufbau nahm fast 10 Jahre in Anspruch.
Noch im Laufe des 18. Jahrhunderts erteilte der Fürstbischof Schönborn seinen Beamten den Auftrag der Klosterkirche ein Oratorium anzufügen. Dort fand er seine letzte Ruhestätte bis er später in die Gruft der St. Peterskirche überführt wurde. Auf diesem Grundstück wurde um 1812 die Bruchsaler Armenanstalt, dem späterem städtischen Altenheim, mit Arbeitshaus zum Teil in dem aufgelösten Kapuzinerkloster untergebracht. Diese Anstalt war ursprünglich in einem großen Arbeitssaal des ehemaligen Gefängnisses in der Huttenstraße untergebracht und verdankte, auch damals schon, sein Bestehen dem Engagement von Bürgern, die diese Einrichtung mitfinanzierten.
1880 wurde das ehemalige Kapuzinerkloster abgebrochen und an seiner Stelle entstand das städtische Pfründe- bzw. Armenhaus (Siechenhaus) dem ein landwirtschaftlicher Betrieb mit eigener Viehhaltung und vor allen Dingen die Versorgung des Weinberges auf dem Klosterberg oblag. Diese Einrichtung wurde von den Niederbronner Schwestern betrieben, die später von den Bühler Schwestern abgelöst wurden, und über 108 Jahre im Auftrage der Stadt die Arbeit der Barmherzigkeit ausführten.
1921 wurde ein Teil des Geländes zum Erbau des St. Paulusheimes an die Palottiner verkauft. Bei dem verheerenden Luftangriff am 1. März 1945 wurde das Armen- u. Pfründehaus sehr stark zerstört und nur notdürftig wieder instandgesetzt, so dass Anfang der 70er Jahre der dringende Ruf an die Kirchen erging, ein neues Gebäude als Alten- u. Pflegeheim zu erbauen.

Auf diesem traditionsreichen Boden erbaute nun die Ev. Altenhilfe in den Jahren 1971 - 1977 das heutige Evangelische Altenzentrum. Das heute mitten in der Stadt liegende Gelände ist zentral gelegen und in wenigen Minuten erreichen die Bewohner und Mitarbeiter des Ev. Altenzentrums die Stadtmitte und können somit die Infrastruktur der Stadt Bruchsal günstig nutzen. Das Gebäude selbst wurde auf dem Weinberg baulich als Terrassenbau, dem Weinberg nachempfunden, das auf die Einzelnen Terrassen des Weinberges aufsetzt. Dies hat zur Folge, dass alle Wohnräume nach Süden orientiert sind, während fast auf jeder Etage die Menschen ins Freie gelangen können.

Im 6. Obergeschoss befindet sich ein am Berg angelegter Höhenweg, von dem man den herrlichen Stadtgarten um Belevedere besuchen kann.

Das Evangelische Altenzentrum in seiner heutigen Form will den Bewohnern zunächst einmal Wohnraum, danach Betreuung, Versorgung und Gemeinschaft anbieten. Zu diesem Angebot gehören heute:

  • 205 Betten im vollstationären Pflegebereich (Einzel/Doppelzimmer)
  • 5 Betten in der Kurzzeitpflege (Einzel/Doppelzimmer)
  • 7 Appartements (Wohnungen für Ehepaare) bestehend aus Schlafzimmer, Wohnraum, Küche, Duschbad und Abstellraum
  • 16 Appartements für Einzelpersonen, bestehend aus Schlafraum, Wohnraum, Küche, Duschbad und Abstellraum.
  • Alle Zimmer und Wohnungen verfügen über Kabel- und Telefonanschluss
Durch die Hanglage verfügt jede Wohnung über einen sehr großen Balkon, bzw. Terrasse auf der Südseite mit Markise. Das Haus ist mit vielen Gemeinschaftsräumen ausgestattet und bietet viele Dienstleistungen zur Versorgung der Bewohner und Klienten.