Es ist und bleibt lebendig im Ev. Altenzentrum. Aufgrund vielfältiger Kooperationen findet ein reger Austausch zwischen Institutionen, Einrichtungen, Ehrenamtlichen sowie engagierten Bürger*innen der Stadt Bruchsal und dem Ev. Altenzentrum statt. Dabei sind unterschiedlichste Generationen miteinander rund um Kunst, Kultur, Musik oder Bewegung aktiv. Im Folgenden Beispiele gelebten Miteinanders.

‚Skypen‘ eröffnet neue Erfahrungswelten

Als Anfang des Jahres 2020 Kontakte für unsere Bewohner*innen eingeschränkt wurden, haben wir neue Wege gesucht und schnell gefunden: Mit der Anschaffung von Tablets für die Nutzung durch Bewohner*innen unserer Wohngruppen haben wir einen Aufschwung beim Thema Digitale Kommunikation erlebt. Via Skype konnte gemeinsam mit Familienangehörigen gelacht, geweint, gesungen und gebetet werden. „Natürlich ist das Skypen kein Ersatz zum tatsächlichen Besuch. Aber die Freude, sich zu sehen, war auf beiden Seiten sehr groß.“ berichtet Frau Will (alternativ: eine Angehörige) über den Kontakt zu ihrer Mutter. Ersatz ist es nicht, aber eine enorme Bereicherung. Und zugleich ein Türöffner hin zur Technik- und Mediennutzung auch – und gerade – im Alter.

Wenn die digitale Kommunikation mit Familie und Angehörigen so gut klappt, warum sollten wir diese dann nicht ausweiten auf das Quartier und die Gemeinde?

Die positive Resonanz seitens der Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen war so groß, dass aus den Anfängen ein Projekt mit Potential entstanden ist: „Sorgende Gemeinde“. Hier kommen interessierte Bürger*innen Bruchsals und Gemeindemitglieder digital in Kontakt mit pflegebedürftigen, neugierigen Menschen. Ein wichtiger Impuls, auf den wir zukünftig weiter aufbauen werden. Wir sind gespannt!

Füttern, streicheln, umsorgen: Tiere im Wohnbereich

Regelmäßig kommt ein ganz besonderer Besuch zu den Bewohner*innen in das Ev. Altenzentrum: z. B. eine Gruppe junger Zwergkaninchen. Mitgebracht von einer engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterin. Mitsamt den Tieren in ihrem Käfig kommt gleichzeitig eine ganz eigene Lebendigkeit mit in die interessierte Runde.

Die Kaninchen werden von den Bewohner*innen beobachtet, auf den Arm genommen, gestreichelt und „behütet“. Es entsteht ein ganz neuer „Gesprächsanlass“, der zum Sprechen animiert. Viele haben einen engen biografischen Bezug zu Tieren: sei es durch eigene Tiere im früheren Haushalt oder zu versorgende Tiere in der Kindheit. Die Wärme und das „Schutzbedürfnis“ der Tiere ermöglicht den Bewohner*innen Kontakt und Nähe auf andere Art. Eingebettet wird der direkte Kontakt zu den Tieren in einen Rahmen mit passenden Geschichten oder Bildern.

Der Einsatz von Tieren auf den Wohnbereichen hat einen festen Platz im Wohn- und Lebensalltag eingenommen. Gemeinsam mit Mitarbeiter*innen der Betreuungsassistenz des Ev. Altenzentrums werden die Besuche der Tiere organisiert und durchgeführt.

 

"Gestaltendes Lesen - Rollenwechsel" | Theaterprojekt

Seit 2003 findet regelmäßig im Ev. Altenzentrum Bruchsal in Zusammenarbeit mit der Musik- und Kunstschule das Theaterprojekt „Rollenwechsel“ statt.

Von März bis Mai treffen sich jedes Jahr Schüler aus den umliegenden Schulen mit unseren Bewohnern um gemeinsam Theater zu spielen.

Denn wenn es um Literatur geht, tun sich zwischen Jung und alt manchmal „Welten“ auf, so die Spielleiter.

Ältere Menschen kennen z.B. die Bücher nicht, für die sich Jugendliche heute interessieren (z.B. „Eragon“, „Wilde Hühner“, „Harry Potter“, „Superhelden-Comics“ etc.). Umgekehrt verhält es sich ebenso: welcher Jugendliche kann schon „Schillers Glocke“ oder die Ballade der „Lore-Ley“ rezitieren, oder kennt „Die Höhlenkinder“ von Alois Sonnleitner.

Allen Generationen bekannt sind aber Märchen oder Autoren wie z.B. Astrid Lindgren, Erich Kästner oder Otfried Preußler.

Was wird gemacht?

  • Textstellen anlesen und dann spontan gemeinsam weiterspielen
  • Bücher/Texte/Gedichte vergleichen (Stimmungen erspüren, Gedanken dazu sammeln) und dies dann theatralisch in Szene setzen
  • Textstellen von einem Teil der Gruppe rezitieren lassen, während die andere dazu spielt
  • und vieles mehr…

Mit dieser Grundlage werden gemeinsam mit den Bewohnern und Jugendlichen kleine Spielszenen erarbeitet, die wiederholbar sind und einem ausgesuchten Publikum vorgestellt werden können.

Was möchte das Projekt leisten?

  • auf ungewöhnliche Art Begegnungen zwischen Jung und Alt ermöglichen
  • die Stimme, Sprache, Mimik und die körperliche Ausdrucksform beim Lesen/rezitieren/spielen fördern
  • junge, sowie alte Menschen für vielleicht ungewohnte/ neue Literatur begeistern
  • gerade im Zeitalter der schnellen Medien auf die glanzvolle Welt des „geschriebenen Wortes“ zurückgreifen.

Literatur auf Du und Du

Rund um Literatur geht es jeden dritten Montag im Monat im Ev. Altenzentrum. Seit über 10 Jahren treffen sich Mieter*innen des Betreuten Wohnens und beschäftigen sich mit Gedichten, Prosatexten, Liedern oder Vertonungen.

Große Blätterstapel, Büchertürmchen und Notizzettel füllen die Tische der zwei ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen. Ein offener Kreis an Mieter*innen des Ev. Altenzentrums findet sich regelmäßig rund um den großen und passend geschmückten Tisch im Clubraum „über den Dächern Bruchsals“ ein.

Texte und Musik, Anekdoten und Persönliches animieren zum Erinnern und zum Austauschen.

„Das, was wir mitbringen, dient immer als Inspiration, als Einladung zum Gespräch“ so die ehrenamtliche Mitarbeiterin. Immer wieder werden neue Texte ausgewählt, passend zur Jahreszeit, zu einem gesellschaftlichen Thema, zu Stimmungen oder auf Wunsch von Einzelnen.

Die Gruppe „Literatur auf Du und Du“ trifft sich jeden dritten Montag im Monat von 10.15 bis 11.45 Uhr.

Jung und alt - gemeinsam Lernen

Gruppe eines örtlichen Kindergartens besucht regelmäßig das Ev. Altenzentrum.

Schnell füllt sich der Stuhlkreis, nachdem die Kinder mit dem Bus angereist und sich gestärkt haben. Während die Bewohner von ihren unterschiedlichen Wohnbereichen abgeholt werden, bietet sich den schon zusammen Sitzenden die erste Gelegenheit zu einem Gespräch. „So klein waren wir auch mal!“ sagt eine Bewohnerin erstaunt. Kindergarten heute - Kindergarten früher, das ist auch ein Thema unter den älteren Teilnehmern.

Sobald alle Stühle im Kreis besetzt sind, beginnt die Runde mit einem Begrüßungs- und Vorstellungslied. Alte und junge Stimmen singen gemeinsam und lernen sich besser kennen. Im weiteren Verlauf wird weiterhin viel gesungen und gespielt. Jeder bringt etwas mit in den Kreis: ein Lied, eine kleine Vorführung oder eine Geschichte und mal sind es die Jüngeren, mal die Älteren. Im gemeinsamen Spielen und „Tanzen“ werden im wahrsten Sinne des Wortes Berührungsängste abgebaut.

Die Kinder fühlen sich schnell wohl in der Runde der schmunzelnden und interessierten „Omas“. Und die Bewohner genießen die Unbefangenheit und Nähe der Kinder. Lebendigkeit, Bewegung und Spontanität bringen die Kinder von ganz allein mit in das Ev. Altenzentrum. Und die Älteren erinnern und erleben ein Stück Kindheit: ihre eigene, die der eigenen Kinder oder Enkel.

Nach einem Programm aus Spielen, Liedern und Rätseln müssen die Kinder wieder aufbrechen und es wird das Abschlusslied gesungen. Bald kommen die Kinder wieder: ein Ausblick mit viel Vorfreude auf beiden Seiten. Für die Bewohner ist der Besuch der Kindergartengruppe immer wieder ein lebendiges und erfrischendes Erlebnis. Jung und alt profitieren voneinander.

Durchatmen am FREI-TAG-ABEND

Aussteigen aus dem hektischen Alltag - Sich mit wenigen Worten stärken - In Stille zusammen kommen.

Frauen aus verschiedenen Kirchengemeinden laden zu einer Auszeit für Frauen ein.

Diese Auszeit findet statt:

  • an jedem ersten Freitag im Monat
  • im Andachtsraum (EG) im Franziskus Haus des Ev. Altenzentrums in der Huttenstrasse 43a
  • jeweils um 18:30 Uhr

Weitere Informationen über den Empfang oder die Luthergemeinde Pfarrbüro der Luthergemeinde Bruchsal.

Singen ist gesund!

Jeden Montagabend ist es soweit: die Sängerinnen und Sänger des Ev. Altenzentrums treffen sich im Seminarraum um gemeinsam zu singen. Ob Bewohner, Mieter oder Besucher, - sie alle haben Freude am Singen!

Am Klavier werden die Sängerinnen und Sänger von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter begleitet. Auch das ein oder andere "Konzert" bei Veranstaltungen im Haus hat der traditionelle Singkreis schon gegeben. Vor allem aber macht es Freude, das Ritual am Montagabend.

Es werden immer wieder Sängerinnen und Sänger gesucht, wenn Sie sich angesprochen fühlen, schauen Sie gerne vorbei, montags, 18.30 Uhr im Seminarraum, Dietrich Bonhoeffer Haus.

Anschrift

Huttenstraße 47 a, 76646 Bruchsal
Telefon 07251 97490 
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